Die Sprachbanane in der Logopädie – was ist das eigentlich?

Begriffsdefinition

Eines vorweg: Mit der „Sprachbanane“ ist natürlich keine tatsächliche Banane gemeint. Der Begriff resultiert aus der grafischen Abbildung einzelner Lautstärken und Tonhöhen. Diese haben im Verbund eine leicht gebogene Form einnehmen und mit entsprechender visueller Untermalung einer Banane gleichen. In der Praxis für Logopädie Anne-Kathrin Kreusch in Dresden kommt diese Darstellung zum Einsatz. Einerseits um die Frequenz, die Lautstärke und schließlich das Alter in Relation zum Hörverständnis darzustellen.

Die Sprachbanane und das menschliche Hören

Unser Ohr ist ein feines Organ, das idealerweise in perfektem Einklang mit unserer Sprachfähigkeit arbeitet. Die Sprache, wie wir sie von uns geben, ist ausgesprochen vielseitig. Für uns ist es selbstverständlich, Laute, Wörter und Sätze von uns zu geben. Diese werden dann von anderen Menschen wahrgenommen und verstanden. Unser Gehirn erbringt hierbei jedoch absolute Höchstleistungen. Die Evolution hat Gehirn und Ohr so geschult, dass beide zusammen in der Lage sind Sprache wahrzunehmen. Dies wird dann im Gehirn weiterverarbeitet. Die unterschiedlichen Lautstärken und Tonhöhen, die wir Menschen von uns geben, sind dafür von größter Wichtigkeit.

Wie vielseitig unsere Sprache in der Realität ist, zeigt sich anhand der grafischen Darstellung oder anders ausgedrückt, den unterschiedlichen Tönen. Eher tiefe Grundtöne bilden die Hauptzone für die Konsonanten. Nebenbei gibt es noch mitschwingende Obertöne der Vokale und von hohen Konsonanten. Auch Zischlaute gesellen sich dazu. Obwohl es für uns so selbstverständlich ist, all diese Laute korrekt zu formen und zu betonen, sind Abweichungen nicht auszuschließen. An dieser Stelle kommt unser Ohr ins Spiel, welches gemeinsam mit dem Gehirn in der Lage ist, die Sprache in einer definierten Tonhöhe wahrzunehmen.

Die Frequenz entspricht den Schwingungen, welche wir sprechen und dabei ausstoßen. Die zuständige Einheit hierfür ist Hertz/Hz. Dazu kommt die Lautstärke, die wiederum dem Schallpegel entspricht.


Sie wird in Dezibel/dB angegeben. Der Frequenzbereich, den das menschliche, gesunde Ohr wahrnehmen kann, ist ausgesprochen weitläufig und beziffert sich zwischen sehr tiefen Tönen von 16 Hz und sehr hohen Tönen bis zu 20.000 Hz. Von großer Wichtigkeit ist der Bereich zwischen 125 Hz und 8.000 Hz, der für das Sprachverständnis zuständig ist.

Sprachbanane

Darstellung der Sprachbanane

Die eben dargelegte Funktionsweise von Sprache und Hören, lässt sich in einem Diagramm darstellen. Auf der oberen x-Achse befindet sich die Frequenz, angegeben in Hertz, die das Spektrum zwischen 125 und 8.000 Hz erfasst. Auf der linken y-Achse wird die Lautstärke erfasst. Dies erfolgt über ein Spektrum zwischen -10 und 120 dB. Die grafische Darstellung wird in einzelne Quadranten unterteilt, in denen sich dann die Laute und Buchstaben wiederfinden, an der rechten y-Achse findet das Alter seinen Platz.

Die Sprachbanane stellt in der Logopädie so das Hörverständnis dar. Werden die Sprachbereiche für das Sprachverständnis nun farblich hinterlegt, entsteht eine Form, die einer Banane oder alternativ einem Halbmond ähnlich ist. In unserer Praxis in Dresden ist diese Darstellung ein wichtiges Mittel zur Diagnostik. Hördefizite lassen sich identifizieren, indem so festgestellt wird, welche Buchstaben dem Empfänger der Sprache Probleme bereiten. Defizite oder Nebengeräusche sorgen beispielsweise dafür, dass relativ gleich klingende Buchstaben, wie „t“, „d“, „k“, „b“ oder „g“ nicht mehr differenziert wahrgenommen werden. Das Sprachverständnis leidet.

In unserer Praxis in Dresden helfen wir Betroffenen, indem wir die Sprachbanane und weitere bewiesene Modelle verwenden, um ein gemindertes Hörverständnis zu diagnostizieren und Problembereiche beim Sprachverständnis einzugrenzen.

Wurden Probleme beim Hören bemerkt, die andere Mitmenschen nicht teilen, lohnt sich eine Terminvereinbarung in unserer Praxis, um der Ursache auf den Grund zu gehen.
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