COVID-19: Therapie nach Corona-Erkrankung

Im Januar des Jahres 2020 hat man den SARS-CoV-2 Erreger als den Auslöser von COVID-19 festgestellt. Seit nun mittlerweile 1,5 Jahren ist besagtes Virus überall in unterschiedlicher Intensität präsent.

„SARS“ ist eine Abkürzung und bedeutet „sever acute respiratory syndrome“. Übersetzt man sich diese, so wird sofort klar, dass es sich bei dem Virus um eine Erkrankung handelt, welche die Atemwege angreift und sogar die Funktion der Lunge beeinträchtigen kann. Dadurch kann auch das Atmen stark erschwert werden. 

Die häufigste Ursache der Übertragung ist die respiratorische Aufnahme von virushaltige Partikeln als Tröpfchen oder Aerosolen. Diese werden beim Niesen, Singen, Sprechen, Husten und auch Atmen geschaffen. 

Größtenteils ist das Virus mit einer Erkrankung in milder Form einhergehend, allerdings kann die Lungenbeteiligung in rund 20 % aller Fälle schwerer sein und eine Behandlung mittels mechanischer Beatmung sogar unabdingbar machen.

Langzeitschäden durch Corona? Diese sind möglich

Ist die Corona-Erkrankung überstanden, können auch Langzeitschäden den Alltag maßgeblich beeinträchtigen. Das Virus manifestiert sich nämlich nicht nur in der Lunge, sondern auch in den Geweben anderer Organsysteme.

Momentan liegt noch keine einheitliche Definition der Langzeitfolgen vor, da das Krankheitsbild noch zu neuartig ist. Weitere „Nebenwirkungen“ der Krankheit können längerfristige Müdigkeitserscheinungen sein, auch Störungen der Merkfähigkeit, Gedächtnisprobleme sowie Wortfindungsstörungen sind mögliche Symptome.

Therapie bei Schluckbeschwerden wegen Covid-19

Gerade bei Patienten, die intubiert und auch mechanisch beatmet werden, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit eine Schluckstörung zu entwickeln. Ein korrektes Schlucken von Nahrung und Speichel ist somit nur noch bedingt möglich und beeinträchtigt die Lebensqualität betroffener Personen erheblich oder kann sogar lebensbedrohlich sein.

Wenn es sich abzeichnet, dass nach der abgeklungenen COVID-19-Erkrankung weiterhin Probleme beim Schlucken auftreten, sollte eine logopädische Therapie durchgeführt werden. Dabei ist das Ziel, dass der Patient seine verloren gegangene Fähigkeit wiedererlangt, normal Nahrung aufzunehmen. Weiterhin sollte das Risiko des Verschluckens so gering wie möglich sein.

Indem man bestimmte Haltungskorrekturen, Bewegungs- und Schluckübungen durchführt, wird die gestörte Funktion/Muskulatur trainiert. Sollte das nicht oder nur teilweise möglich sein, so können Schlucktechniken erarbeiten werden, um ein nahezu sicheres Schlucken zu erreichen (kompensatorische Verfahren). Bei bleibenden Schluckbeschwerden im Alltag ist ggf. eine Anpassung der Ernährung ratsam. 

corona-therapie

Stimmveränderungen durch das Virus

Auch eine kurzzeitige künstliche Beatmung kann die Stimmbänder schädigen oder reizen. Dadurch sind Schwierigkeiten bei dem Singen und Sprechen sowie der Atmung möglich. Symptome, die Betroffene beklagen sind Stimmversagen, Angestrengt-Sein beim Sprechen (Sprechanstrengung)  sowie Kurzatmigkeit. Es kann auch der Stimmklang verändert sein (z.B. rau oder heiser).

Bei der logopädischen Therapie arbeitet man sowohl in der Ruhe als auch beim Sprechen an der physiologischen Atmung. Im weiteren Verlauf der Therapie verringert sich die Sprechanstrengung und das Missempfinden beim Sprechen oder Singen mildert sich ab.

Weitere Langzeitfolgen

Auch bei milderen Verläufen können unter anderem Wortfindungsstörungen, Merkstörungen sowie Gedächtnisprobleme zum Tragen kommen. Auch hier können durch die Zuhilfenahme therapeutischer Ansätze oder Hilfsmittel Verbesserungen erzielt werden. Somit ist der Patient in der Lage, die alltäglichen Situationen bzgl. der Kommunikation optimal zu meistern.

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