Leistungen

Logopädie ist ein vielseitiges Fachgebiet mit den unterschiedlichsten Störungsbildern und Menschen aller Altersstufen.

Padovan Therapie

Die neuromotorische Reorganisationstherapie nach der Logopädin Beatriz Padovan beruht auf der Wiederholung der natürlichen Entwicklungsphasen des Menschen und dem ganzheitlichen Blick auf die einzelne Person.


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Castillo Morales® Therapie

Das Castillo Morales® Konzept ist ein ganzheitliches, neurophysiologisch orientiertes Behandlungskonzept, das von Dr. Rudolfo Castillo Morales entwickelt wurde.


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VocaStim® Reizstrom Therapie

In unserer logopädischen Arbeit wird dieses Gerät v.a. bei Stimmstörungen, Gesichtslähmungen und Schluckstörungen eingesetzt. Ein sehr leichter Reizstrom wird gezielt zur Reaktivierung des gestörten Nerven- und Muskelsystems genutzt.


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Frühes Lesen lernen

Ein gelungenes Konzept zur Sprachanbahnung sowie zum Aktivieren einer deutlicheren Artikulation bei Kindern mit besonderem Förderschwerpunkt Sprache und Sprechen


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Sprech- und Stimmtraining / rhetorische Kommunikation

Bei hoher stimmlicher Belastung im Beruf, undeutlicher Aussprache oder Vorbereitung auf spezifische Vortragssituationen

Wer?
– Sprechberufler (pädagogische Fachkräfte, Dozenten, Pfarrer, Berater, Führungskräfte, Manager, Therapeuten etc.)
– alle, die gern Ihre Stimme nutzen und damit experimentieren

Was?
Haltung und Atmung schulen, Stimmklang optimieren, Aussprache präzisieren, Präsenz seigern, Sprechausdrucksmöglichkeiten erweitern

Wie?
Ein Stimm- und Sprechprofil liefert Aussagen über Ihre Kommunikationsweise. Gemeinsam besprechen wir Ihre persönlichen Ziele und erarbeiten in mehreren Sitzungen neue Sprechtechniken, geben Anregungen und Anleitung für den Alltag. Dabei stehen Ihre persönlichen Sprechherausforderungen stets im Mittelpunkt.

Stottern

Unfreiwillige Dehnungen, Wiederholungen und/ oder Blockierungen von Lauten, Silben und kurzen Wörtern. Oft einhergehend mit Begleiterscheinungen wie bspw. ganzkörperlicher Anspannung und/ oder Vermeidung bestimmter Sprechsituationen

Kinder
Jugendliche und Erwachsene
Kinder

Die Therapie erfolgt in starker Zusammenarbeit mit den Eltern und der gesamten Familie. Ziel ist es, die Rückbildung des Stotterns zu begünstigen, den Umgang mit Symptomen (und eventuellen Ängsten) zu verbessern und Techniken zu erlernen, welche die Überwindung der Sprechblockaden erleichtern. Ihnen als Eltern soll ein entsprechendes Handwerkszeug mitgegeben werden, wodurch Sie sich sicherer im Umgang mit Ihren Kindern fühlen und ihnen helfen, die Symptome selbstbewusst und wenig negativ zu (er)-leben. Kleinkinder sollen mittels Vorbildwirkung ihrer Umgebung erst gar kein negatives Bild ihrer sprachlichen Fähigkeiten entwickeln und lernen, die körperlichen Spannungen zu reduzieren.

Jugendliche und Erwachsene

Ein zentraler Punkt der Stottertherapie ist zunächst der Angstabbau vor bestimmten Kommunikationssituationen. Sie als Betroffener wissen sicher am allerbesten, wie schwer es sein kann, sich in einem Kaufhaus durchzufragen oder eine telefonische Auskunft einzuholen. Für eine erfolgreiche Therapie müssen wir genau an diesem Punkt ansetzten. Innerhalb der Therapie werden wir außerdem versuchen, das Stottern zu analysieren und zu modifizieren. Das Stottern soll für Sie kontrollierbar werden. Ziel ist also nicht das durchgängig symptomfreie Sprechen, sondern das „kontrollierte Sprechen“.

Neben der Technik der eben beschriebenen „Stottermodifikation“, wenden wir auch die „Fluency-Shaping-Techniken“ an. Hierbei wird ein völlig neues Sprechmuster aufgebaut – das weiche Sprechen. In Absprache mir Ihnen finden wir sicher den geeignetsten Weg für Ihre individuelle Behandlung.

Stimmstörungen

ORGANISCHE  Stimmstörungen (Stimmbandlähmungen, Stimmbandödeme, Entzündungen…)
FUNKTIONELLE  Stimmstörungen (Fehlbelastung der Stimmbänder,falsche Atemtechniken,
falscher Stimmsitz …insbesondere in Sprecherberufen)
PSYCHOGENE  Stimmstörungen

rauer Stimmklang; eingeschränkte Belastbarkeit; Schmerzen beim Sprechen;
Kloßgefühl im Hals, Atemnot beim Sprechen u.a.
Innerhalb der Therapie werden Zusammenhänge zwischen Haltung, Atmung und Artikulation erarbeitet. Sie werden bestimmte Entspannungs- und Atem- sowie Atemsprechtechniken kennen lernen mit denen Ihnen ein optimaler Stimmeinsatz ermöglicht werden soll.
Vor Therapiebeginn ist ein Besuch beim HNO-Arzt unumgänglich, da unsere Therapieplanung auf genauer ärztlicher Diagnose basiert.
Auch das Training mit Reizstrom, dem VocaStim Trainingstherapiegerät findet zunehmend Anwendung in diesem Therapiebereich.

Unterstützte Kommunikation

Oft zeigen sich sprachliche oder sprecherische Aspekte verzögert bzw. erschwert.
Mittels gezielter ganzheitlicher Entwicklungsförderung sollen Defizite aufgeholt und alternative Kommunikationsfähigkeiten erarbeitet werden, die Ihrem Kind das Alltagsleben erleichtern und ihm zum kommunikativen Ziel verhelfen. Intensive Eltern- und Betreuerberatung sowie der interdisziplinäre Austausch stehen im Vordergrund, um Verständnis und Anerkennung Ihrem Kind gegenüber zu wecken. Auch die kleinen Fortschritte zählen zu den GROßEN.

PECS mit Bildern sprechen lernen
Gebärdenunterstützte Kommunikation
Talker elektronische Kommunikationshilfen
PECS mit Bildern sprechen lernen

Insbesondere Autisten, aber auch andersgründig nichtsprechende Personen haben nicht nur schwere Defizite im sprachlichen Bereich, sondern verweigern oft generell die Kommunikation. Für beide Probleme wurde das Therapieverfahren PECS entwickelt (Picture Exchange Communication System, zu deutsch: „Bildaustausch-Kommunikationssystem”). In der ersten Phase unterstützt der Therapeut bevorzugte Spiele eines autistischen Kindes nur dann, wenn das Kind durch Übergabe einer Karte sich das wünscht. Schon dieser erste Schritt muss oft und sorgfältig trainiert werden. Aber er ist enorm wichtig: denn er vermittelt dem Kind: Kommunikation zahlt sich aus! In den nächsten Schritten bringt der Therapeut dem Kind bei, sich möglichst viele unterschiedliche Aktionen zu wünschen. Dafür gibt es Bildkarten, die diese Aktion konkret abbilden. Wenn das Kind die Karte übergibt, übt es immer auch ein Wort, das dazu passt: zum Beispiel das Wort „Ball“ bei der Übergabe einer Karte, die einen Ball abbildet. Tatsächlich sind nach einigem Training viele frühkindliche Autisten in der Lage, ein Buch mit bis zu 30 Wunschkarten erfolgreich einzusetzen. Ziel der Therapie ist es, dass das Kind sich nicht mehr per Übergabe einer Karte, sondern allein durch Nennung des richtigen Wortes ein Spiel wünscht – also anfängt, mit anderen Menschen zu sprechen!

Gebärdenunterstützte Kommunikation

GuK ist die Abkürzung für Gebärden-unterstützte Kommunikation – eine Methode, die es Kindern einfach macht, über Gebärden zum gesprochenen Wort zu kommen. GuK wurde entwickelt, um Kindern, die nicht oder noch nicht sprechen, durch den begleitenden Einsatz von Gebärden die Verständigung zu erleichtern. Das Sprechen wird also nicht ersetzt, sondern nur mit Gebärden unterstützt. Auch werden nicht alle Wörter gebärdet, sondern nur solche, die für das Verstehen der Mitteilung von Bedeutung sind. Da es leichter ist zu gebärden als zu sprechen, helfen die Gebärden den Kindern, sich früher verständlich mitzuteilen. Weil GuK das Verstehen und das Verständigen unterstützt, wird das Sprechen lernen gefördert und der Spracherwerb begünstigt. Besonders in der Frühförderung von Kindern mit spezifischen Problemen beim Spracherwerb und beim Sprechen ist GuK deshalb eine wichtige ergänzende Hilfe. GuK ist auch geeignet für nicht behinderte Kinder. Viele Gebärden lassen sich problemlos z.B. im Kindergarten in übliche Sing- und Sprechspiele integrieren, und die Kinder können dabei spielerisch lernen, wie man „mit den Händen spricht“. Dadurch können die Verständigungsmöglichkeiten für das behinderte Kind erweitert und seine Integration unterstützt werden.

Talker elektronische Kommunikationshilfen

Diese Geräte können z.B. über Touch Screen, Taster oder Augensteuerung bedient werden und verfügen über eine Sprachausgabe, so dass sich Menschen verständigen können, die über keine (ausreichende) Lautsprache verfügen. In der Regel ist spezifisches Zubehör erhältlich, z.B. Fingerführ-Raster oder Rollstuhlhalter für den mobilen Einsatz. Die Benutzeroberfläche einer solchen elektronischen Kommunikationshilfe kann meistens individuell an die Fähigkeiten und Kommunikationswünsche des Users angepasst werden. Das heißt, der User kann sowohl mit Buchstaben und Wörtern arbeiten, als auch sich mithilfe von Symbolen und Fotos Ausdruck verleihen. Flexible Kommunikationshilfen können beliebige Texte schreiben und aussprechen und mit ganzen Lernstrategien oder Lernspielen ausgestattet werden. In der Regel beinhalten die Geräte viele Vereinfachungen wie Wortvervollständigung oder Vorschreibe-Funktionen, damit der User die geringere Geschwindigkeit in seiner Kommunikation kompensieren kann. Je nach Anwendungsfall werden die Kosten von der gesetzlichen Krankenversicherung getragen.

Mund- und Esstherapie bei Kleinkindern

Gedeihstörungen durch Saug- und Schluckprobleme
Hypotonie (allgemeine Unterspannung) häufig mit Mundatmung und Kraftminderung der Gesichtsmuskulatur einhergehend
Infantile Cerebralprese (ICP)
Syndromerkrankungen (z.B. Mb. Down)
Lippen-Kiefer-Gaumenspalten

Betroffen sind meist Kinder, die bereits in der Stillphase Probleme hatten, andauernde Kraft aufzubringen oder aufgrund der Umstände eine Sondenernährung notwendig war. CASTILLO MORALES® Therapie ist ein Konzept zur Unterstützung des motorischen Lernens bei Kleinkindern; Spannungsregulierung insbesondere der Gesichts- und Kaumuskulatur unter Berücksichtigung der körperlichen Ganzheitlichkeit

Sprachauffälligkeiten im Kindesalter

Dyslalie
Sprachentwicklungsstörung
Näseln
Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte
Hörstörung
Hörwahrnehmungsstörung
Dyslalie

Artikulationsstörung/ Dyslalie/ phonetisch-phonologische Störung:

„Die Tatze möchte krinken.“ (4 Jahre) oder „Is male einen Sneemann.“ (5 Jahre)

Eine phonetisch-phonologische Störung liegt vor, wenn Kinder bestimmte Sprachlaute nach den vorherrschenden Regeln ihrer Muttersprache nicht sprechen können oder in ihrer Alltagssprache nicht richtig verwenden. Sie ersetzen die Laute durch andere oder lassen sie ganz weg. Die Ursachen können ganz vielfältig sein. Neben genetischen Faktoren und mundmotorischen Schwächen, ist auch häufig das Hörvermögen bzw. die zentrale Hörverarbeitung betroffen.

Eine individuelle Therapieplanung, abhängig von der Anzahl der betroffenen Laute, der Ursache und des Alter des Kindes, ermöglicht ein Aufholen des jeweiligen Entwicklungsstandes und eine Verbesserung der Aussprache.

Sprachentwicklungsstörung

  • Eine Sprachentwicklungsstörung (SES) ist eine zeitliche und/oder qualitative Abweichung vom regelrechten Spracherwerb, der alle Bereiche des Sprachsystems betreffen kann. Hierzu gehört die phonologische Störung (Störung des Lautsystems), die lexikalische Störung (eingeschränkter aktiver und passiver Wortschatz), die grammatische Störung (Dysgrammatismus, Defizit im Satz- und Textverständnis) sowie die Störung der Kommunikation (Defizit im Gesprächs- und Spielverhalten). Unbehandelt können Sprachentwicklungsstörungen sehr häufig unterschiedliche Störungen in anderen Entwicklungsbereichen nach sich ziehen und sich nachteilig auf die gesamte Persönlichkeitsentwicklung des Kindes auswirken. Als Folge einer Sprachentwicklungsstörung können Verhaltensauffälligkeiten, psychische Störungen, sozial-kommunikative Störungen und Lernstörungen mit Auswirkungen auf die Schul- und Berufslaufbahn auftreten. Auch der Schriftspracherwerb kann durch Störungen der verschiedenen sprachlichen Ebenen negativ beeinflusst werden, so dass es zu einer Lese- und/oder Rechtschreibschwäche kommen kann. Sofern kein organischer Befund vorliegt, ist die Ursache für eine Sprachentwicklungsstörung häufig ungeklärt. Zu den häufigsten Risikofaktoren zählen: allgemeine Entwicklungsstörungen, Hörstörungen, Hirnreifestörungen, familiäre Sprachschwächen, geistige und/oder körperliche Behinderungen sowie Mehrfachbehinderungen, Schädel-Hirn-Traumata, entzündliche Prozesse und Hirnerkrankungen. 

Näseln

Gestörte Nasalität in Form von offenem (typisch bei Gaumenspalten, Veluminsuffizienz) oder geschlossenem (behinderte Nasenatmung, -durchlässigkeit) Näseln. Neben dem gestörten Stimmklang kann es auch zu Abweichungen im Phonembestand kommen. Auffällig werden dann Lautersetzungen und/ oder Auslassen von Lauten und Silben.

Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte

Die Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten bilden eine Gruppe von angeborenen Fehlbildungen. Bereits in der Embryonalphase entwickelt sich die Mund- und Rachenpartie nicht normal. In der Folge kommt es zu Störungen innerhalb der Nahrungsaufnahme und daraus resultierend Auffälligkeiten bezgl. der Sprachentwicklung. Oft artikulieren die Kinder in den hinteren Artikulationszonen und ersetzen Lippen- und Vorderzungenlaute. Plossivlaute sind kaum umsetzbar. Es besteht eine Hypernasalität. Die Verständlichkeit ist dadurch deutlich eingeschränkt. Auch die Hörfähigkeit gilt es im Auge zu behalten, da der Druckaustausch zwischen Nase und Ohr eingeschränkt funktionstüchtig ist und es somit zu latenten Mittelohrentzündungen kommen kann.

Hörstörung

Eine Hörstörung ist eine Minderung des Hörvermögens. Die Ausprägung der Störung kann von leichter Schwerhörigkeit (Hörverlust < 40 dB) bis zur Gehörlosigkeit (keinerlei Hörwahrnehmung) reichen. Hörstörungen beeinflussen in unterschiedlichem Ausmaß die soziale, emotionale und kognitive Dimension und kann vielfältige Ursachen haben. Zu den häufigsten Ursachen zählen: erblich bedingte Hörstörungen im Rahmen von Syndromen oder isoliert (> 50 %), postinfektiöse Hörstörungen (z.B. nach Röteln, Masern, Meningokokken), posttraumatische Hörstörungen (z.B. chronischer Lärm, Schädelbasisbruch), toxische Hörstörungen (z.B. nach Chemotherapien, Antibiotika), degenerative Hörstörungen (Alter).

Für eine regelrechte Sprachentwicklung ist ein intaktes Hörorgan unumgänglich. Sämtliche Laute und Lautverbindungen im Wort müssen korrekt entschlüsselt werden, um selbiges zu verstehen und richtig zu artikulieren. Wenn dies aufgrund einer Hörminderung erschwert ist, sind gerade in der sprachsensiblen Phase, also in der frühsten Kindheit, Hörgeräte zur Schallleitungsunterstützung oder ein Cochlear Implantat (CI) für die Stimulierung des Innenohrs notwendig. Eine Frühtherapie zielt darauf ab, das hörgeschädigte Kind zu einer möglichst hohen Gesprächskompetenz hinzuführen. Damit die Eltern von Anfang an kompetente Kommunikationspartner ihres Kindes sind, nimmt auch die Elternberatung einen großen Stellenwert in der therapeutischen Begleitung hörerkrankter Kinder ein.

Hörwahrnehmungsstörung

Definition/Bedeutung von ZAV (Quelle dbl):
“Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen (AVWS), auch auditive Verarbeitungsstörungen (AVS) genannt, sind Störungen der Weiterverarbeitung gehörter Informationen. Dabei liegt weder eine Störung des Hörorgans selbst, noch eine Intelligenzminderung vor. Die Störungen betreffen den Hörnerven. Der Hörnerv leitet die Informationen an das Großhirn weiter, die dann dort weiter verarbeitet werden. Der Prozess der Weiterverarbeitung wird in auditive Teilfunktionen unterteilt, die in unterschiedlicher Art und Ausprägung betroffen sein können. Zu den auditiven Teilfunktionen gehören: Lokalisation (Richtung und Entfernung der Schallquelle), Diskrimination (Unterscheiden), Selektion (Herausfiltern) und Dichotisches Hören (beidohriges Hören).
Nach der Sicherstellung, dass keine Schädigung des Hörorgans selbst vorliegt, können zentrale Hörtests (audiometrische Verfahren) Aufschluss über das Vorliegen einer AVWS geben. Solche Untersuchungen werden in phoniatrisch-pädaudiologischen Zentren oder bei speziell geschulten Hals-Nasen-Ohrenärzten angeboten.”

Diagnostik: 

“Häufig eingesetzte Testverfahren sind z. B. die Sprachaudiometrie im Störgeräusch oder dichotische Diskriminationstests (beidohriges Hören). Allerdings kann nicht ein audiometrisches Verfahren allein eine sichere Diagnosestellung gewährleisten, da es jeweils nur auf einzelne oder wenige auditive Teilfunktionen ausgerichtet ist. Es ist immer erforderlich, viele unterschiedliche audiometrische Verfahren (Testbatterie) anzuwenden.”

“Zusätzlich zur ärztlich-pädaudiologischen Diagnostik ist eine logopädische Diagnostik durchzuführen. Dabei werden die einzelnen Teilfunktionen untersucht und Art und Schweregrad der Problematik erfasst. “

Die Schallleitung und somit die allgemeine Hörfähigkeit ist intakt.

Mögliche Äußerungen:

  • Kinder haben Schwierigkeiten Geräusche zu filtern
  • Geräuschempfindlichkeit (Aggression oder Rückzug)
  • Differenzierung von ähnlichen Sprachlauten nicht möglich (LRS)
  • deutliche Sprachentwicklungsdefizite
  • Defizite in Aufmerksamkeit und Konzentration, sowie in der auditiven Merkfähigkeit

Eine zentral-auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung (ZAV) zeigt sich spätestens im Schulalter, obwohl sie eigentlich schon seit dem Kindergartenalter besteht.

Im „Kindergartenalter“ ist eine generelle Verzögerung u.a. in der auditiven Differenzierung und Merkfähigkeit und dementsprechende Verlangsamung der sprachlichen Entwicklung zu erkennen. Teilweise fällt die ZAV nur gering auf, da sich die Kinder an der Gestik und Mimik und vor allem an den anderen Kindern orientieren.

Die Kinder im Schulalter weisen u.a. beim Verschriften typische Buchstabenverdrehungen und -vertauschungen auf. Auch können sie nicht alles Gesagte inhaltlich vollständig erfassen, sich merken und vollständig umsetzen.

Durch die zunehmenden Schwierigkeiten im Schulalltag kommt es dann zu der Diagnostik. In dieser Zeit haben die Kinder meist schon eine Menge Misserfolge erlebt.

Da ist es wichtig, intensiv und hochfrequent zu arbeiten, um den Kindern wieder Mut zu machen.

Eine rasche ZAV-Diagnostik ist auch in unserer logopädischen Praxis möglich. Anhand der Auswertung wird gezielt an den Defiziten gearbeitet und das bereits vorhandene Können gefestigt und gefördert.

Neben technischen Hilfsmitteln ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Eltern, ErzieherInnen und LehrerInnen wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung. Weiterhin arbeiten wir auch mit LerntherapeutInnen zusammen, vor allem mit dem DUDEN-Institut.

In den vergangenen Jahren zeigte sich immer wieder, das eine gute Zusammenarbeit für die Therapie wichtig und richtig ist. Die Kinder können sich somit an dem gemeinsamen „roten Faden“ orientieren und ihr Ziel stabiler erreichen./das neu Erlernte stabiler umsetzen.

neurologische Sprach-, Sprech- und Stimmstörungen

Diese Störungen können sich in unterschiedlichem Maße auf die Bereiche der Sprache, des Sprechens, Verstehens, Schreibens und/oder Lesens sowie der Nahrungsaufnahme auswirken.
Verursacht werden diese Störungen z.B. durch einen Schlaganfall, Unfall, neurologische Erkrankungen, Syndrombesonderheiten u.a.

Aphasie
Dysarthrie
Dysphagie
Facialisparese
Sprechapraxie
Parkinson
Aphasie

  • Sprachstörung nach Schlaganfall

Die betroffenen Patienten haben u.a. Probleme im Bereich der Sprachproduktion und des Sprachverstehens. Viele Betroffene können ihr angestrebtes Kommunikationsziel nicht oder nur unbefriedigend erreichen. Eine Aphasie ist eine lebenslange Krankheit, welche sowohl dem Patienten als auch seinem Umfeld viel Geduld und Engagement abverlangt.

Dysarthrie

  • Sprechstörung nach Schlaganfall

Eine neurologische Sprechstörung äußert sich in den meisten Fällen in einer stark undeutlichen Artikulation. Die Patienten leiden an einer eingeschränkten Bewegungsfähigkeit und Koordination ihrer Artikulationsorgane (Lippen und Zunge). Mittels Kraft- und Bewegungsübungen soll diese Fertigkeit innerhalb der Therapie wiedererlernt bzw. optimiert werden.

Dysphagie

  • Schluckstörung nach Schlaganfall; Versorgung der Patienten mit Magen- oder Nasensonde

Bei einem Schlaganfall im Hirnstammbereich kann es zusätzlich zu sprachlichen und sprecherischen Einschränkungen zu einer neurologischen Schluckstörung kommen, welche nicht zu unterschätzen ist. Die betroffenen Patienten sind nicht mehr oder noch eingeschränkt in der Lage bestimmte Kostformen abzuschlucken. Dabei kann es bei guter Wahrnehmung im Rachenraum zum uns bekannten „Verschlucken“ mit Husten kommen, einem natürlichen Schutzreflex unseres Körpers, muss jedoch nicht. Bei einer sogenannten „stillen Aspiration“ besteht trotzdem oder gerade weil der Patient keinen Hustenreflex auslöst die Gefahr, des Verschluckens. Dies liegt an einer eingeschränkten Wahrnehmung im Rachenraum aufgrund des Schlaganfalls, ist durch den Laien und selbst durch uns als Fachkräfte kaum bzw. erschwert wahrnehmbar und führt im schlimmsten Fall zu einer Lungenentzündung, die tödlich enden kann. Bei dieser Störung sind deshalb besondere Vorsichtsmassnahmen zu beachten, die sie durch uns erhalten werden. Ziel der Therapie ist es, eine Kräftigung der am Schlucken beteiligten Muskulatur zu erreichen, sowie über bestimmte Techniken und Einschränkungen der Koststufen eine möglichst optimale und gefahrlose Nahrungsaufnahme wiederherzustellen. Enge Zusammenarbeit ist in diesem Fall mit Ärzten und Angehörigen von Nöten.

Facialisparese

  • Gesichtslähmung nach Schlaganfall

In der Regel kommt es bei einem Schlaganfall zu einer Halbseitenlähmung, welche sich bei vielen Patienten bis in den mimischen Bereich ausbreitet. Oft stellt sich die Bewegungsfähigkeit im Gesichtsbereich recht schnell wieder ein. Sollten sich die Symptome jedoch hartnäckiger erweisen, gibt es im Rahmen der logopädischen Therapie z.B. mittels Vibrations-, Temperaturreizen u.a. Möglichkeiten, die betroffenen Nerven und Muskel positiv zu stimulieren.

Sprechapraxie

  • Die Sprechapraxie ist eine Störung der Planung von Sprechbewegungen. Sie zeigt sich im Bereich von Artikulation, Sprechmelodie und -rhythmus (Prosodie) und Sprechverhalten.

Sprechapraxie bedeutet eine Störung der Planung der für das Sprechen notwendigen Bewegungsabläufe. Sie tritt selten isoliert auf, meist in Verbindung mit einer aphasischen Störung oder in Verbindung mit Sydrombesonderheiten. Häufig infolge von linkshemisphärischen ischämischen Schlaganfällen bzw. Hirnblutungen. Aber auch Hirntumore, Schädelhirntraumata oder neurochirurgische Eingriffe können ursächlich sein.

Kindliche Sprechapraxie (Quelle dbl)

Bei der Artikulation sind lautliche Abweichungen bzw. Entstellungen von Lauten (z.B. einer übermäßig behauchten Aussprache des /t/) feststellbar, die zu einer unverständlicheren Aussprache führen. Teilweise kann es auch zu Ersetzungen oder Vertauschungen von Lauten sowie einer Mischung von Fehlerarten kommen. Die Artikulationsstörungen betreffen oft den Anfang von Wörtern bzw. Silben und sind vielfach mit Suchbewegungen der Artikulationsorgane (Lippen, Zunge, Kiefer…) verbunden. Bei Wiederholungen können die Fehler variieren und Selbstkorrekturen führen nicht zwangsläufig zu einer Verbesserung des Sprechens. Die Sprechgeschwindigkeit ist häufig vermindert, Vokale werden gedehnt gesprochen und bei vielen Betroffenen kommt es zu einer silbischen Sprechweise. Es können auch Fehler bei der Wortbetonung auftreten, indem Silben falsch oder übermäßig deutlich betont werden.

Parkinson

Die Leitsymptome sind:

  • Muskelstarre
  • verlangsamte Bewegungen, welche bis hin zu Bewegungslosigkeit führen kann
  • Muskelzittern
  • Haltungsinstabilität

Logopädie wird dann notwendig, wenn sich die genannten Symptome auf die sprecherische und stimmliche Leistungsfähigkeit übertragen. Das Sprechen wird dann verwaschen und unverständlicher durch verminderte Artikulationsbewegungen, die Stimme leise und kraftlos.

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